AlbhofTour



Jahr: 2006
Platzierung: Zweiter Platz
Kategorie: Initiative
Preisträger: AlbhofTour
Innovation:

Feriengäste und Ausflügler tragen in vielen Regionen erheblich dazu bei, die wirtschaftliche Existenz landwirtschaftlicher Betriebe zu sichern. Im Herbst 2001 hatte Elsbeth Laux, Vorsitzende des Landfrauenkreisverbandes Reutlingen, die Idee, eine Fahrradtour von Hof zu Hof auszuweisen und zu bewerben. Zusammen mit Andrea Traub und Pia Münch, die heute die Geschäftsführung innehat, hat sie ihre Idee konkret werden lassen. Herausgekommen ist ein vielfältiges, attraktives touristisches Angebot, das 16 Betriebe von unterschiedlicher Ausrichtung zu Zielen von Urlaubern und Ausflüglern gemacht hat. Professionell begleitet vom Werbebüro Maichle-Schmitt in Engstingen haben sie das Konzept „AlbhofTour“ verfeinert.

Im Jahr 2006 erschien die zweite Auflage des Buches zur Albhoftour, das zum Preis von 12,90 Euro im Buchhandel und auf den Höfen zu haben ist. Das Buch informiert über die einzelnen Betriebe, über bäuerliches Brauchtum und Traditionen, schildert Lebenserinnerungen, lustige, kuriose oder einfach nur interessante Begebenheiten und natürlich über die Radtouren – die auch
erwandert werden können – von Betrieb zu Betrieb. Die Touren sind ausgeschildert. Daneben beschreibt das Buch 16 Rundwege, die sich für kurze bequeme Fahrradtouren eignen und fünf weitere Strecken, die eher trainierte Radfahrer ansprechen dürften. Dem Buch ist eine Karte im Maßstab 1:25.000 beigefügt. Neben dem Buch informiert eine Broschüre über Pauschalangebote. Beispiele sind die „Zehn-Höfe-Tour“ in sechs Tagen oder die „Drei-Tages-Tour mit Wanderritt“. Ausführliche Beschreibungen liefert auch die Webseite.

Die Betriebe laden zur Hofführung und Einkehr ein, bieten dabei gegen ein Entgelt hofeigene Produkte an und verschiedene unterhaltende oder auch lehrreiche Aktivitäten. Die Familie Münch etwa lässt die Besucher ihres Milchkuhbetriebes darüber rätseln, wie viel Heu und Wasser eine Kuh verzehrt, um 20 Liter Milch zu produzieren. Die beteiligten Landwirtsfamilien müssen bestimmte Qualitätskriterien erfüllen, beispielsweise einen Getränkeausschank zur Selbstbedienung bereithalten, überdachte Sitzgelegenheiten einrichten und eine Ausschilderung des Hofes und seiner Einrichtungen für den Fall, dass gerade niemand da ist, der die Besucher empfangen kann. Auch werden die einzelnen Hofprogramme auf ihre didaktische und unterhaltende Qualität hin geprüft.

Nachgefragt werden die Angebote von Familien, Schulklassen oder Vereinen, die ihren Jahresausflug auf diese Weise gestalten.
Neben dem Ziel, Einnahmemöglichkeiten für die beteiligten Betriebe zu erschließen, sind die Initiatorinnen bestrebt, Kenntnisse über die Erzeugung von Nahrungsmitteln und das Leben auf dem Lande zu vermitteln. IDie Betriebe eröffnen jedes Jahr die Saison
mit einem großen Fest am zweiten Wochenende im Mai, weiterhin machen sie den jeweils ersten Sonntag im Monat zu einem Aktionstag mit geführten Radtouren.

Die Jury hob in ihrer Beurteilung hervor, dass die AlbhofTour die touristische Attraktivität und das Image der gesamten Region fördert und unter den beteiligten Landwirte und ihren Familien ein Wir-Gefühl entwickelt habe, das wiederum die Entwicklung der Einzelbetriebe durch den Erfahrungsaustausch befördere.

Homepage: www.albhoftour.de



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